Warum echte Veränderung klare Prioritäten braucht
- Lisa-Marie Linn

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Würde ich manche Erstgespräche in meinem Studio provokant zusammen fassen, wäre es oft: „Ich will alles besser, aber bitte so, dass mein Alltag sich dafür nicht verändern muss!“ Mehr Sport. Mehr Energie. Mehr Wohlgefühl in deinem Körper … und vielleicht möchtest du dir sogar diesen einen großen Wunsch erfüllen? Doch dein Kalender ist schon jetzt voll. Das ist der Moment, an dem dein Körper immer wieder verlieren wird. Er bleibt „für später“. Worüber keiner spricht: Immer dann, wenn du dir mehr wünschst, gehört auch eine ehrliche Gegenfrage dazu: Was bin ich bereit, dafür zu lassen? |
„Ein besseres Körpergefühl“ entsteht nicht dadurch, dass du noch etwas obendrauf packst. Sondern dadurch, dass du auswählst, worauf du deine Energie wirklich richtest. Dein Körper funktioniert nicht nach dem Prinzip „alles noch irgendwie obendrauf“, sondern nach dem Prinzip Priorität. Deinen Körper als Priorität zu setzen bedeutet: früher schlafen zu gehen, mehr Bewegung, weniger Alkohol zu trinken und bewusster zu essen … und bewusster zu essen heißt nicht nur bessere Lebensmittel, sondern weniger nebenbei, weniger Ablenkung und weniger Entscheidungen aus Bequemlichkeit. Was ich damit sagen will? Eine gute Beziehung zu dir selbst und deinem Körper entsteht selten durch noch mehr Input, sondern fast immer dadurch, dass du Platz schaffst – für dich. Ernsthaft: Auch dein Körper spürt sehr genau, ob du ihn einfach nur irgendwo unterbringst oder ob du ihm wirklich Raum gibst. Das klingt für viele erst mal nach Verzicht. Ich kann dir sagen: Das Gegenteil passiert. Dein Leben fühlt sich nicht nach Verzicht an, sondern nach mehr Intensität. Es entsteht mehr Zeit, mehr Energie, mehr Präsenz und mehr Qualität für das, was dir wirklich wichtig ist. Was würde bleiben, wenn du alles streichst, was nur noch „nice to have“ ist? • Wo tust du etwas aus Pflichtgefühl und nicht aus Überzeugung? • Woran würdest du merken, dass dein Alltag wieder mehr zu DIR passt, auch körperlich? Selektion bedeutet nicht Verzicht, sondern mehr Intensität. Vielleicht merkst du gerade, dass du an Dingen festhältst, weil man das halt so macht und nicht, weil sie sich stimmig anfühlen. Oder du eigentlich zu viel gleichzeitig willst. Du musst nicht alles gleichzeitig leben, um nichts zu verpassen. Wenn das Kapitel abgeschlossen ist, holst du deinen Katalog wieder raus, passt ggf. an und wählst neu. Denn ganz ehrlich: Was bringt es dir am Ende, wenn du alles herein gestopft hast - aber nichts wirklich erlebt? Du bist Kunst, Baby. Gestalte dich bewusst |
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