Wenn die Neujahrsvorsätze schon in der ersten Woche scheitern
- Lisa-Marie Linn

- 6. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Ich bin ehrlich: Ich bin mit einer fetten Erkältung ins neue Jahr gestartet.
Und das, obwohl ich ein paar Tage vorher noch groß und stolz verkündet habe, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr krank war.
Vielleicht geht es dir gerade ähnlich. Du hattest Pläne für dein neues Jahr, neue Energie, neue Ziele … und dann kommt direkt das Leben dazwischen. Zack, ist dieser Gedanke da: „Egal, dann halt nächstes Jahr.“ Okay, Stopp - vielleicht nicht ganz so melodramatisch, aber du weißt, was ich meine. Vielleicht bist du gerade krank und wolltest eigentlich richtig mit Sport durchstarten. Doch nun bricht dir genau diese Säule weg: Training. Aber weißt du, was vielleicht viel wichtiger für deinen nachhaltigen Erfolg ist? Dir anzuschauen, wie du in diesem Moment, mit dir umgehst. Jetzt, wenn alles danach schreit, deinen Körper zu „hassen“, weil er nicht so will wie du, weil er nicht funktioniert. Genau jetzt wird es spannend, deine Gedanken zu beobachten.
Ab wann ist man eigentlich krank?
Bei mir war es zum Beispiel erst „nur ein Schnupfen“. So ein Dazwischen-Zustand. Dieses typische: „Ich bin nicht krank.“ Und wie interessant ist bitte die Frage dahinter: „Darfst“ du dich trotzdem schonen? Nur wegen eines Schnupfens? Ja. Du darfst. Und ehrlich gesagt: Du musst sogar. Es geht darum, was du tust, wenn du aus der Bahn geworfen wirst.
Wie gehst du mit dir um, wenn deine schönen neuen Pläne direkt wackeln?
Lässt du dich komplett hängen und gießt noch mehr Öl ins Feuer? Pizza, Eis, Zuckerparty, weil „jetzt ist eh egal“? Oder schaust du: Was geht trotzdem? Was ist jetzt gut für mich? Hier entscheidet sich, wie stabil deine Beziehung zu dir ist, wenn du mal nicht so „funktionierst wie geplant“. Und genau hier trennt sich Selbstführung von Selbstsabotage.
Für mich heißt das, meinen Körper bestmöglich zu supporten, denn er kämpft gerade für mich gegen einen Erreger und braucht meinen besten Support.
Zum Beispiel durch:
– mehr Pausen
– mehr Nährstoffe
– leichte Bewegung
– Nährstoffe, Nährstoffe, Nährstoffe
– antientzündliches Essen
– therapeutische Dosen von Supplementen
(Omega 3, Zink, Vitamin C, NAC - um nur ein paar zu nennen)
- im besten Fall: Naps bzw. so viel Schlaf, wie du bekommen kannst
Ich habe direkt verschiedene Suppen gekocht, mit antientzündlichen Nährstoffen. Mein Favorit: Kurkuma-Ingwer-Suppe.
Habe mir Zeit genommen für meine Rauhnachtsfragen und die Beziehung zu mir selbst. Ich habe Bücher gelesen, in Ruhe an meinem Buch weitergearbeitet und meinen geplanten 15-km-Silvesterlauf ausfallen lassen, auch wenn es „nur ein Schnupfen“ war.
Kleiner Reality-Check zu Neujahrsvorsätzen
1. Viele Studien und Umfragen zeigen: Die meisten Menschen geben ihre Neujahrsvorsätze bereits in den ersten 2–3 Wochen im Januar auf. Sie merken, dass sie es nicht so streng durchziehen können, wie sie es sich vorgestellt haben
und glauben: „Wenn ich es nicht perfekt durchziehen kann, bringt es nichts.“
Genau das ist der Denkfehler.
2. Neue Anfänge scheitern oft an Flexibilität.
Wer nur einen Plan A hat, gibt beim ersten Stolpern auf.
Wer sich fragt „Was geht heute?“, bleibt in Beziehung zu sich.
3. Dranbleiben sieht selten spektakulär aus.
Manchmal heißt Dranbleiben: Suppe kochen, schlafen, lesen, nichts „leisten“.
Und genau das ist die Basis dafür, später wieder Kraft zu haben
Dein Körper ist kein Gegner, er kommuniziert mit dir über Symptome.
Eine Krankheit ist kein persönliches Versagen. Sie ist ein Signal und der Umgang damit entscheidet über den weiteren Verlauf.
Vielleicht startet dein Jahr gerade nicht so, wie du es geplant hast. Aber vielleicht ist genau das deine Einladung ehrlicher mit dir zu sein. Schmeiß nicht alles hin, sondern wähle bewusst: Was geht heute? So entstehen nachhaltige Veränderungen. Aus einer stabilen Beziehung zu dir selbst.
Ich wünsche dir einen schönen Start in dein neues Jahr - egal, wie er für dich gerade aussieht.
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