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Der Lauf, der mein Leben veränderte

Letztens wurde ich in einem Gruppentraining gefragt, wann und warum ich eigentlich mit Sport angefangen habe oder ob es schon immer ein fester Teil meines Lebens gewesen ist. Zur Wahrheit gehört: Als Teenager war ich eine Couch-Potato. Nachdem ich mit etwa 11 Jahren mit dem Gardetanz aufgehört hatte, spielte Sport so gut wie keine Rolle mehr. 


Bewegung gab es höchstens noch auf Partys, aber bewusst trainiert? Ganz bestimmt nicht. Deshalb möchte ich dich heute mitnehmen zu meinem Start. Zu dem Moment, der mein Verhältnis zu Sport, Disziplin und Veränderung geprägt hat. Zu dem Tag, an dem das mit dem „Fitnessding“ für mich wirklich angefangen hat... und nie wieder aufgehört hat.


Der Lauf der mein Leben verändert hat


Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag: Ich stand in der 11. Klasse auf dem Sportplatz, sah die rote Laufbahn und mein Herz schlug schneller, als mir lieb war. Wir mussten zu Beginn der Oberstufe einen 5-Kilometer-Lauf absolvieren. Als Ausgangstest für den finalen Lauf, der später in der 13. Klasse als Teil unserer Abiturnote bewertet wurde. 


Sport hatte ich zuletzt mit 11 Jahren gemacht, also stand ich da jetzt und wusste: Das wird die Hölle. Keine Ausdauer. Kein Plan. Nur der Wunsch, irgendwie durchzuhalten. Und vielleicht auch ein bisschen: gut dazustehen vor meinen Klassenkameraden. 


Die ersten Meter liefen noch 


…aber dann: brennende Lunge, schwere Beine, als hätte mir jemand Gewichte an die Füße geschnallt. Doch etwas in mir sagte: „Zieh es durch. Egal, wie schlimm es wird.“  Also lief ich. Schritt für Schritt bis ich die Ziellinie überquerte.


Die Tage danach waren die reinste Katastrophe: Muskelkater des Todes, kaum Treppensteigen möglich. Aber ich war stolz. Nicht, weil ich besonders schnell war. Sondern, weil ich nicht aufgegeben hatte.


Das war der Moment, in dem sich etwas in mir bewegt hat. Denn für den Wiederholungslauf wollte ich nicht nur „überleben“. Ich wollte besser sein. Also lief ich regelmäßig, selbst an Tagen, an denen ich lieber alles andere gemacht hätte. Ich lernte: Training macht nicht immer Spaß. Aber Durchziehen verändert dich. Und als der zweite Lauf kam, war ich bereit. Ich lief schneller. Ich hielt durch. Und ich gehörte zu den besten Mädchen meiner Jahrgangsstufe. Zum ersten Mal hatte ich bewusst gespürt: Training kann dich verändern. Nicht nur körperlich. Sondern innerlich.


Bis heute bin ich diesem Lauf in der Schule sehr dankbar.


Auch wenn ich immer noch keine gute Läuferin bin, sondern es einfach nur gerne mache. Denn dadurch habe ich verstanden: Training ist mehr als Kalorien verbrennen. Es ist Übung für Körper und Geist. Und jedes Mal, wenn du dranbleibst, stärkst du nicht nur deine Muskeln, sondern auch deine Willenskraft.

 
 
 

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