top of page

Warum wir uns so viele Gedanken ums Essen machen und wie du deine eigene Balance findest

Wenn du dir manchmal zu viele Gedanken ums Essen machst, dann bist du nicht allein. Ernährung nimmt bei vielen Frauen unglaublich viel Raum ein: Im Kopf, im Alltag, im Gefühl. Auch ich wusste lange nicht, welche Ernährungsweise sich wirklich gut für mich anfühlt. Meine Balance musste ich mir erst erarbeiten.

Was zunächst aus Neugier, Idealismus und einem Bedürfnis nach Identität entstand, entwickelte sich irgendwann zu echtem Interesse: Was tut meinem Körper wirklich gut?



Der frühe Einfluss: Gesundheit, Figur und familiäre Muster

Obwohl ich erst mit 16 begann, mich bewusst mit der Leistungsfähigkeit meines Körpers zu beschäftigen, damals ging es um einen 5-Kilometer-Lauf für meine Abiturnote, war Ernährung schon vorher ein großes Thema in meinem Umfeld:

  • Mein Vater hatte Diabetes

  • Meine Mutter probierte regelmäßig Weight Watchers aus

  • Freundinnen testeten früh Shake-Diäten, die mich nur einen Tag lang überzeugten, bis ich merkte, wie abartig sie schmeckten


Aber meine erste bewusste Ernährungsentscheidung hatte nichts mit Fitness, Gesundheit oder Figur zu tun, sondern mit meinem Elternhaus.



Vegetarisch mit 11, vegan mit 14: Identität durch Ernährung

Ich wuchs auf einem kleinen Bauernhof auf. Mit 11 Jahren beschloss ich, vegetarisch zu leben, weil ich unsere eigenen Hühner nicht mehr essen wollte. Mit 14 ging ich einen Schritt weiter und wurde vegan.


Damals ging es mir in erster Linie um das Tierwohl. Gleichzeitig spielte, rückblickend völlig nachvollziehbar, auch etwas anderes eine Rolle: Abgrenzung. Ich wollte über meinen Lifestyle zeigen, wer ich bin.


Dazu kam mein Umfeld: Ich war in einer Punker-Klasse, in der Veganismus fast ein Wettkampf war. Wer setzte die Regeln konsequenter um? Wer wusste mehr? Wer war „radikaler“?


Ich war mittendrin. Ich liebte es, Zutatenlisten zu analysieren und herauszufinden, welche Produkte nicht dem veganen Standard entsprachen.

Eine Szene erzählte mir eine Freundin später noch lachend: Wir standen beim Bäcker, ich war 14 oder 15, und ich diskutierte ernsthaft mit der Verkäuferin darüber, ob das Brot wirklich vegan sei. Ja, ich war genau dieser Teenager.



Vom Idealismus zum echten Wissen

Rückblickend waren diese Jahre der Beginn eines tiefen Interesses für Ernährung. Ich wollte wissen, was hinter Lebensmitteln steckt. Was drin ist. Wie sie hergestellt werden.

Was mir damals jedoch fehlte: Wissen über gesunde Ernährung.


Ich war „vegan“, aber meine Ernährung bestand größtenteils aus Nudeln mit Ketchup.

Und genau dieses Muster sehe ich heute in meinen Coachings öfter, als man denkt. Viele Frauen entscheiden sich aus ethischen oder ideologischen Gründen für eine bestimmte Ernährungsform, vergessen dabei aber zu prüfen, ob ihr Körper bekommt, was er wirklich braucht.



Warum ich mit 16 meine vegane Phase beendete

Mit 16 verabschiedete ich mich vom Veganismus. Nicht, weil mir Tierwohl plötzlich egal war, im Gegenteil. Aber ich merkte:

  1. Extreme funktionieren für mich nicht.

  2. Es war enorm einschränkend und mein Körper bekam nicht das, was er brauchte (jedenfalls nicht mit meinem damaligen Wissen).


Vegetarisch blieb ich noch eine Zeit lang, doch innerlich begann eine neue Frage zu wachsen:


Was braucht eigentlich mein Körper? Oder, wenn ich ehrlich bin, damals eher: Was braucht meine Figur wirklich? Dieser Perspektivwechsel war ein wichtiger Schritt. Weg vom ideologischen Ernährungsstil, hin zu einem körperbewussten Ansatz. Und genau das möchte ich auch heute meinen Kundinnen vermitteln: Ernährung ist nicht nur eine Kopfentscheidung oder eine Identitätsfrage. Sie ist auch ein Dialog mit deinem Körper.

 
 
 

Kommentare


Workshop 2.jpeg

FigurGedanken

Hol dir Inspiration & Impulse direkt in dein Postfach.

Trag dich in meinen Newsletter ein und erhalte regelmäßig Impulse zu Training, Ernährung und Achtsamkeit. Klar, verständlich und aus weiblicher Perspektive.

Vielen Dank für das Einreichen!

bottom of page